TANYA BERLINGER-ODEMER

eat, think & create



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Schön, dass Du hier bist! Auf der Suche nach Achtsamkeit, Dankbarkeit und Inspiration? Ich poste regelmäßig Gedanken bzw. kleine Alltagsgeschichten zu diesen Themen (siehe neusten Texte weiter unten). Meine "Seelenfutter"-Fotos sollen Dich visuell dazu animieren, Dich gleichermaßen um einen glücklichen Geist und einen gesunden Körper zu kümmern. 

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Nice that you're here! Looking for mindfulness, gratitude and inspiration? I regularly post thoughts or little everyday stories on these topics (see the latest text below). My "Soulfood" photos are designed to visually incite you to care equally about a happy mind and a healthy body. 

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BLOG#173

EINE SCHEIDUNG…

… ist ein heikles Thema. Fast niemand verbindet damit etwas Positives oder freut sich gar, wenn er davon hört. Es sei denn, die betreffenden Eheleute sind sich Spinnefeind und es geht allen Beteiligten durch eine Trennung wesentlich besser. In der Regel geht man leider nicht im Frieden, sondern im Streit auseinander, weil man sich nicht einig werden konnte. Verletzte Eitelkeit, aufwühlende Gefühle, Enttäuschungen, zerplatzte Lebensentwürfe sind meist im Spiel, sodass mit dem Ende einer Beziehung nichts Gutes und nur Schmerz und Stress verbunden wird. Finanzielle Zwänge, Zweifel an der Richtigkeit der Entscheidung, Ängste vor dem Alleinsein oder gar moralische Überlegungen machen das Ganze höchst komplex. Sind Kinder im Boot wird alles noch komplizierter und dramatischer. Manche sind der Ansicht, dass Menschen ihren Zöglingen zu Liebe auf Teufel komm raus zusammenbleiben müssen. Andere sagen sich, wenn die Eltern getrennt glücklicher sind, kommt es dem Nachwuchs auch zugute.

Als Scheidungskind kann ich aus Erfahrung sagen, dass ich froh war, als meine Eltern nach 3 Jahren Rosenkrieg endlich geschieden waren. Ich fühlte mich damals, als wäre ich ein Spielball zwischen zwei verhärteten Fronten. Ich sah mich unter Druck gesetzt, um für eine Seite Partei zu ergreifen. Diese Loyalitätskonflikte empfand ich damals emotional als sehr belastend. Einerseits wollte ich meiner Mutter Trost spenden und ihr eine Stütze sein, als mein Vater die Familie für eine andere Frau verließ. Andererseits wollte ich weder in ihre Hasstiraden einstimmen, noch die neue Lebenspartnerin meines Vaters als Konkurrenz oder gar Ablösung ansehen. Schon als 12-Jährige war mir klar, dass Kinder nicht auf diese Weise in die Misere mithineingezogen werden sollten. Letztlich sah ich mich lange als ein Opfer der Umstände und fühlte mich dem Machtspiel meiner Eltern hilflos ausgeliefert.

Ich habe Jahre gebraucht, um mich davon zu erholen und der ganzen Sache etwas Positives abzugewinnen. Heute bin ich dankbar für diese schwere Zeit, weil sie mich geprägt hat und mich dazu angehalten hat, mein eigenes Tun und das anderer Menschen zu hinterfragen. Durch diese Erfahrungen bin ich früh damit konfrontiert worden über moralisches und ethisches Verhalten nachzudenken. Außerdem habe ich gelernt, dass viele Probleme auf Missverständnisse und ein Mangel an Aufrichtigkeit und Kommunikation zurückzuführen sind. Wer nicht mit anderen über seine Bedürfnisse, Ängste und Nöte reden kann, wird früher oder später gegen die Wand fahren. Sich im Voraus eilendem Gehorsam völlig unnötig für jemand anderen aufzuopfern, der das gar nicht wollte oder brauchte, ist besonders bitter. Leider glaube ich, dass noch heute viele Frauen darunter „leiden“, dass sie sich den Bedürfnissen des Partners unterordnen, um dann passiv aggressiv zu werden, was letztlich niemandem hilft.

Wie stehst Du zum Thema Scheidung? Sind Deine Eltern noch zusammen oder vielleicht glücklich getrennt bzw. geschieden? 

26.10.2019 

 

A DIVORCE…

... is a sensitive topic. Almost no one associates something positive with it or even enjoys it when he hears about it. Unless the former lovers are now archenemies and a separation is unavoidable. As a rule, one does not diverge in peace, but in the dispute, because one could not agree. Injured vanity, disturbing feelings, disappointments, bursting life plans are usually in the game, so that the end of a relationship is not good and only pain and stress connected. Financial constraints, doubts about the correctness of the decision, fears of being alone or even moral considerations make the whole thing very complex. When children are in the boat everything becomes even more complicated and dramatic. Some people think that couples with kids have to stay together no matter what. Others say that if the parents are happier on their own, the offspring will benefit as well.

As a divorce child I can say from experience that I was happy when my parents were finally divorced after 3 years of battle about money and alimony. At that time I felt like I was a plaything between two hardened fronts. I was pressured to take sides for one parent. At the time I found this conflict of loyalty very stressful. On the one hand, I wanted to comfort my mother and support her when my father left the family for another woman. On the other hand, I did not want to get involved in their hate speech, nor to see my father's new life partner as a competitor or even a replacement. Even as a 12-year-old, it was clear to me that children should not be involved in this way in the misery. Ultimately, I saw myself for a long time as a victim of the circumstances and felt helpless at the mercy of my parents.

It took me years to recover from it and to get something positive out of the whole thing. Today I am grateful for this difficult time because it has shaped me and made me question my own actions and that of others. Through these experiences, I was confronted early on thinking about moral and ethical behavior. I also learned that many problems are due to misunderstandings and a lack of honesty and communication. Those who can not talk to others about their needs, fears and hardships will sooner or later hit a wall. To sacrifice oneself in a hurry of obedience completely unnecessarily for someone else who did not want or need it is especially bitter. Unfortunately, I still believe that many women today "suffer" from subordinating themselves to the needs of the partner and then passively becoming aggressive, which ultimately does not help anyone. 

What do you think about divorce? Are your parents still separated or maybe happily separated or divorced?

10/26/2019





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