TANYA BERLINGER-ODEMER

eat, think & create



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Schön, dass Du hier bist! Auf der Suche nach Achtsamkeit, Dankbarkeit und Inspiration? Ich poste regelmäßig Gedanken bzw. kleine Alltagsgeschichten zu diesen Themen (siehe neusten Texte weiter unten). Meine "Seelenfutter"-Fotos sollen Dich visuell dazu animieren, Dich gleichermaßen um einen glücklichen Geist und einen gesunden Körper zu kümmern. 

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BLOG#170

VERBOTENE FRÜCHTE…

… waren für mich zum Glück nie ein Thema. Ich bin bisher nicht in die Lage gekommen, etwas Illegales oder moralisch Verwerfliches zu unternehmen. Weder Drogen, krumme Geschäfte oder andere Kavaliersdelikte haben auf mich irgend eine Faszination ausgeübt. Warum eigentlich nicht? Vielleicht, weil ich ein regeltreuer Mensch bin, der klare Vorstellungen davon hat, was okay ist und was nicht? Vielleicht bin ich einfach nur ein angepasstes und autoritätsgläubiges Schaf und mache alles so, wie man es von mir verlangt oder erwartet. Tatsächlich weiß ich nicht, inwieweit ich fähig zum zivilen Ungehorsam wäre. Keine schöne Vorstellung möglicherweise eine rückgratlose Existenz darzustellen. Dies wirft die Frage auf, ab wann es schlecht wird, ein konformer Mensch zu sein?

Wenn ich im Nazi-Deutschland gelebt hätte, wäre ich wahrscheinlich nicht im heroischen und gefährlichen Untergrund gelandet. Vermutlich hätte ich als normaler Bürger und Mitläufer mitgemacht und gar nicht durchschaut, was eigentlich passiert. Leute, die für ihre Überzeugungen sogar das eigene Leben riskieren, finde ich auf ihre Weise bewundernswert. Sogenannte Extremisten oder Verschwörungstheoretiker stufe ich allerdings prinzipiell als suspekt, aber dennoch als interessant ein. Hierbei ist entscheidend, ob es sich um indoktrinierte Fanatiker oder selbstständig denkende Menschen handelt, die ihren eigenen Kopf haben. In jedem Fall sind sie oft anstrengend und unangenehm, weil sie die Gesellschaft in Frage stellen und die Ordnung gefährden. Doch sind sie nicht auch nötig, um wiedersinnige Entwicklungen Einhalt zu gebieten? 

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. In wie weit bin ich selbst Opfer von gesellschaftlicher Gehirnwäsche und weiß es noch nicht einmal. Wie viele Dinge nehme ich einfach als gegeben und gesetzt hin, die man nüchtern gesehen wirklich ändern könnte oder sollte? Momentan lese ich gerade das Buch „Man`s search for meaning“ von Viktor Frankl, wo ein Überlebender der NS-Konzentrationslager von seinem Überlebenskampf erzählt. Im Vergleich kommt mir das heutige System vor, wie ein Schlaraffenland. Ich bin äußerst dankbar, dass ich erst knapp 30 Jahre nach dieser Schreckenszeit geboren worden bin. Diesen geringen zeitlichen Abstand finde ich bei genauerer Betrachtung fast schon lächerlich kurz. 

Würdest Du gegen Regeln aufbegehren oder gar Gesetze brechen, wenn es Deiner Meinung nach moralisch und ethisch notwendig wäre?

 1.9.2019


FORBIDDEN FRUITS ...

... were fortunately never an issue for me. I have not been able to do anything illegal or morally reprehensible. Neither drugs, crooked business or other trivial acts have been fascinating for me. Why not? Maybe because I'm a regular person who has clear ideas about what's okay and what's not? Maybe I'm just an adapted and authoritarian sheep, doing everything the way it is required or expected of me. In fact, I do not know to what extent I am capable of civil disobedience. Not a nice idea to possibly be a spineless existence. This raises the question of when it gets bad to be a compliant person?

If I had lived in Nazi Germany, I probably would not have ended up in the heroic and dangerous underground. Probably I would have participated as a normal citizen and fellow traveler, who could not see through what actually was happening. People who even risk their own lives for their beliefs, I find admirable in their own way. However, I generally classify so-called extremists or conspiracy theorists as suspect, but nevertheless as interesting. Here it is crucial, whether they are indoctrinated fanatics or independent thinking people who have their own mind. In any case, they are often exhausting and unpleasant because they challenge society and jeopardize order. But are not they also necessary to put a stop to reiterated developments? Sometimes you do not see clearly, when you are a part of it and you have to be an outsider to do so.

To what extent am I personally the victim of brainwashing and do not even know it yet. How many things do I take as given and set, which one could or should really change soberly? Right now I am reading the book "Man`s search for meaning" by Viktor Frankl, where a survivor of the Nazi concentration camps tells of his struggle for survival. By comparison, today's system seems like a land of milk and honey. I am extremely grateful that I was born just 30 years after this terrible time. On closer examination, I find this small time gap almost ridiculously short. 


Would you oppose rules or even break laws if, in your opinion, it were morally and ethically necessary?

9/1/2019


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