TANYA BERLINGER-ODEMER

eat, think & create



WILLKOMMEN  

Schön, dass Du hier bist! Auf der Suche nach Achtsamkeit, Dankbarkeit und Inspiration? Ich poste regelmäßig Gedanken bzw. kleine Alltagsgeschichten zu diesen Themen (siehe neusten Texte weiter unten). Meine "Seelenfutter"-Fotos sollen Dich visuell dazu animieren, Dich gleichermaßen um einen glücklichen Geist und einen gesunden Körper zu kümmern. 

Über Dein Feedback auf Instagram (@bo_deko) oder über einen Kommentar bei meinem YouTube-Kanal (Bo-Deko) würde ich mich sehr freuen.

WELCOME
Nice that you're here! Looking for mindfulness, gratitude and inspiration? I regularly post thoughts or little everyday stories on these topics (see the latest text below). My "Soulfood" photos are designed to visually incite you to care equally about a happy mind and a healthy body. 

I'd be very happy about your feedback on Instagram (@bo_deko) or a comment on my YouTube channel (Bo-Deko). 

 



BLOG#165

ICH MÖCHTE SEIN WIE ER…

… Das dachte ich mir, als ich vor ein paar Tagen am Beckenrand saß und meine Beine ins kühle Nass baumeln ließ. Mit meinem kleinen Sohn war ich bei sonnigem Wetter ins Freibad gegangen und hatte nicht die geringste Ahnung, dass ich etwas Aufregendes und Cooles erleben würde. Nachdem wir ein paar Bahnen geschwommen waren, bemerkte ich, dass der Bademeister den 10 Meter Sprungturm öffnete, was mich neugierig machte. Nie zuvor hatte ich die Gelegenheit gehabt zu sehen, wie jemand tatsächlich dort hinunterspringt. Meine persönliche Bestmarke lag bisher bei stolzen 5 Metern. Gespannt verfolgten wir zusammen mit anderen Schaulustigen, wie „Todesmutige“ den hohen Turm aufstiegen und Anstalten machten zu springen. Manche waren zögerlich, andere fackelten nicht lange herum. Obwohl ich gar nicht oben war, fieberte ich mit und hatte ein flaues Gefühl in der Magengegend. Begeistert klatschte ich, wenn einer seine Angst überwand. Zu meiner Überraschung traten sogar einige Kinder auf. Ein etwa 11-jähriger dunkelhäutiger Junge mit wilder Lockenmähne beeindruckte mich hierbei besonders. Für ihn schien es ein Spaziergang zu sein vom 10er zu hüppen. Das stachelte mich irgendwie an. Wenn ein Kind das konnte, was hielt mich denn dann davon ab? Spontan fragte ich meinen fünfjährigen Racker: „Soll Mama auch vom 10er springen?“ Die enthusiastische Antwort: „Ja, Mama. Zeig mir wie mutig Du bist!“ besiegelte mein Schicksal. Da gab es dann kein Zurück mehr. Wer A sagt, muss auch B sagen. Aufgeputscht stellte ich mich in die Schlange an und es kam mir gefühlt ewig vor, bis ich endlich an der Reihe war.

Heute bin ich dankbar, dass mein Kind mir den letzten Schups gegeben hat, etwas Verrücktes zu probieren. 

Wer feuert Dich an, wenn Du es brauchst?

 8.8.2019


I WANT TO BE LIKE HIM ...

... That's what I thought when I sat on the edge of the pool a few days ago and let my legs dangle in the cool water. My little son and I went to the outdoor pool in sunny weather and I did not have the slightest idea that I would experience something exciting and nerv-racking. After swimming a few laps, I noticed that the lifeguard opened the 10 meter diving tower, which made me curious. Never before I had the opportunity to see someone actually jumping down there. My personal best so far was 5 meters. Tense, we followed along with other onlookers, as "death-prone" ascended the high tower. Some were hesitant, others did not fuss long. Although I was not up there, I had a dull feeling in the stomach area. Enthusiastically, I clapped when one overcame his fear. To my surprise, even some children appeared. An approximately 11-year-old dark-skinned boy with a wild curly mane impressed me especially. For him it seemed to be a piece of cake to jump from the highest tower in town. That somehow spiked me. If a child could do that, what was stopping me? Spontaneously, I asked my five-year-old boy, "Should Mama jump from 10 meters?" The excited answer: "Yes, Mama. Show me how brave you are! " sealed my fate. There was no turning back then. Who will say a, need to say b as well. Impudently, I lined up in the queue and it felt like forever, until it was finally my turn.

Today I am grateful that my child gave me a reason to try something crazy and bold. 

Who will encourage you and cheer when you need it?

8/8/2019


BLOG#166

AM ABGRUND… (Teil 2)

…“Wie würde es wohl sein, oben zu stehen und hinunterzuschauen?“ fragte ich mich, als ich vor der Treppe zum 10 Meter Sprungturm stand und verharrte. Es durften nur wenige Personen zur selben Zeit auf der hohen Plattform stehen, sodass sich eine Schlange von sich unten befindenden Leuten bildete. Ein leichter Wind ließ meinen nassen Körper frösteln. Hierbei war ich mir nicht sicher, ob es die Brise oder meine Furcht war, die mich zum Schlottern brachte. Ungeduldig verlagerte ich mein Gewicht von einem Bein auf das andere und hielt mich krampfhaft am Metallgeländer fest. Ich fluchte, warum das denn alles so lange dauerte. In mir stieg die Sorge auf, dass mein Mut mich verlassen würde, falls es nicht endlich losginge. Um die Zeit erträglicher zu machen, interviewte ich die anderen Jungs, die ebenfalls auf ihren Einsatz warteten. „Würde es sehr weh tun und wie oft seid ihr schon gesprungen?“ waren meine brennenden Fragen. Ein Jugendlicher erzählte, dass er immer springt, sobald der Bademeister die Tore zum Zehner öffnet. Das erste Mal sei er den Turm allerdings wieder hinuntergestiegen, weil er es nicht über sich gebracht hätte. Erst später konnte er einen zweiten Anlauf nehmen und seinen Widerwillen besiegen. Innerlich stellte ich mich nun auf einen mentalen Kampf und einen unangenehmen Wasseraufprall ein. Trotzdem war ich fest entschlossen, es zu versuchen. „Wer 10 Minuten körperliche Qualen im Eiswürfelbad aushalten kann, wird ein paar Sekunden Schmerzen wohl nicht schlimm finden“, versuchte ich mich zu beruhigen. 

Heute bin ich für die Erfahrung dankbar, dass mit jeder überwundenen Angst weitere Dinge möglich werden, die vorher völlig außer Reichweite standen. Auch haben mir die ehrlichen Antworten und ein wertvoller Tipp der anderen Springer sehr geholfen. Was das für ein entscheidender Hinweis war, verrate ich demnächst…

Suchst Du den Rat von anderen, wenn Du in schwierige Situationen gerätst oder machst Du am liebsten alles mit Dir alleine aus?

9.8.2019


ON THE EDGE... (Part 2)

... "What would it be like to stand up there and look down?" I asked myself as I stood in front of the 10 meter diving platform and stopped. Only a few people were allowed to stand on the high platform at the same time, forming a queue of people below. A light wind made my wet body shiver. I was not sure if it was the breeze or my fear that made me stagger. Impatiently, I shifted my weight from one leg to the other and held fast to the metal railing. I swore why it all took so long. There was a growing concern in me that my courage would leave me if it did not finally start. To make the time more bearable, I interviewed the other guys who were also waiting for their assignment. "Would it hurt a lot and how many times have you jumped?" were my burning questions. A teenager said that he always jumps as soon as the lifeguard opens the gates to the tenth. The first time, he had descended the tower again, because he would not have brought it over himself. Only later could he take a second attempt and defeat his aversion. Internally, I now adjusted to a mental fight and an unpleasant water impact. Still, I was determined to try. "Anyone who can endure 10 minutes of physical torment in an ice cube bath will bear a few painful seconds," I tried to calm myself.

Today, I am grateful for the experience that with every fear overcome, more things become possible that were previously completely out of reach. Also the honest answers and a valuable tip of the other jumpers helped me a lot. What that was for a decisive hint, I will tell soon ... 

Are you looking for the advice of others when you are in difficult situations or do you prefer to manage everything on your own?

8/9/2019



BLOG#167

EIN SCHRITT INS NICHTS… (Teil 3)

…Als der Bademeister nach einer gefühlten Ewigkeit die Erlaubnis gab, den 10er-Turm hochzukommen, war ich aufgeregt und dankbar, dass die Zeit des Wartens endlich vorbei war.  Schnell hastete ich die Wendeltreppe hoch und malte mir im Geist aus, wie es wohl werden würde. Jemand hatte mir vor geraumer Zeit erzählt, dass das Schwimmbecken von oben aussehen würde wie eine Briefmarke. Das wollte ich irgendwie nicht wirklich sehen. Die anderen sprungerfahrenen Jungen hatten mir zudem folgenden Tipp gegeben, den ich auf jeden Fall beherzigen wollte: „Nicht zum Rand gehen und hinuntersehen, sondern einfach blind springen“. Weil ich sichergehen wollte, dass mein kleiner Junge mich auch sieht, lehnte ich mich über das Geländer und blickte zur Seite auf den Beckenrand. Erleichtert sah ich, wie mir der Knirps begeistert zujubelte. Während ich noch am hinteren Teil des Turms wartete, stand der Bademeister vorne und kontrollierte, dass alles seine Ordnung hatte. Auf meine Frage, ob unten jetzt frei wäre, nickte der Mann mit Sonnenbrille und Shorts betont lässig. Zudem machte er eine einladende Handbewegung und es kam mir vor, als ob er mir die Tür zu einer exklusiven Party öffnen würde. Ich überlegte nicht lang und schritt mit geschlossenen Augen zügig über die Kante, sodass ich nichts vom blauen Wasserbecken erkennen konnte. Mit aller Kraft versuchte ich meine Muskeln anzuspannen, um den Aufprall möglichst wenig schmerzvoll zu erleben. Meine Arme und Beine presste ich eng zusammen, um keine „Angriffsfläche“ zu bieten. Zu meinem Erstaunen war das Eintauchen überhaupt nicht so schlimm, wie erwartet. Am Po spürte ich ein leichtes Brennen, aber ansonsten war alles bestens. Überglücklich tauchte ich wieder auf und war so froh, es geschafft zu haben. Heute bin ich dankbar, dass ich keinen Bauch- oder Rückenklatscher erlitten habe und heil aus der ganzen Nummer rausgekommen bin. Dieses einschneidende Erlebnis hat mir gezeigt, dass man manchmal einfach nur Mut zur Lücke haben muss.  

Kannst Du blind vertrauen und einen Schritt ins Ungewisse wagen?

11.8.2019


A STEP INTO THE VOID... (Part3)

 ... It felt like eternity until the lifeguard gave the permission to come up the 10m-tower. I was excited and grateful that the time of waiting was finally over. Quickly I hurried up the spiral staircase and imagined in my mind what it would be like. Somebody told me some time ago that the pool would look like a stamp from above. I did not really want to see that somehow. The other jumpy boys had also given me the following tip, which I wanted to heed in any case: "Do not go to the edge and look down, but just jump blindly." Because I wanted to make sure that my little boy also saw me, I leaned over the railing and looked sideways at the edge of the pool. Relieved, I saw how the boy enthusiastically cheered me. While I was still waiting at the back of the tower, the lifeguard stood in front and checked that everything was in order. When I asked whether down below would be free, the man with sunglasses and shorts nodded in a very casual fashion. He also made a welcoming gesture and it seemed to me as if he would open the door to an exclusive party. I did not think long and walked quickly with my eyes closed over the edge, so that I could see nothing of the blue pool of water. With all my strength I tried to tense my muscles to experience the impact as comfortably as possible. I pressed my arms and legs close together and hoped for the best. To my astonishment, the immersion was not at all as bad as expected. At the buttocks I felt a slight burning, but otherwise everything was fine. Overjoyed, I reappeared and was so happy to have made it. Today I am grateful that I have not suffered any injuries and safely came out of the whole thing. This dramatic experience has shown me that sometimes you just have to have the courage to fill in the gap. 

Can you trust blindly and take a step into the unknown?

8/11/2019




Gästebuch

Omeir leandre
21.07.2019 16:03:46
Dont understand deutsh but im guessing its the comment section ,;)
Amazing article so well written . I did share the same expérience and you did amazingly good out there in extrême condition .
Was smiling throughout your article so well described lot of images came to my mind such an incredible expérience i hope we will have a lot more to come.
I hope you keep the training at home
Hope more articles to come in your blog
Well done again Leandre